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Geschichte PDF Drucken E-Mail

Im Dezember 1991 rückten die Bagger an, um in Zimmerhof das Wohngebiet „Hausflur“ zu erschließen. Rund 19 Hektar Ackerland avancierten zu Bauland, die Nettobaufläche mit 195 Bauplätzen umfasst elf Hektar. Die ersten Häuser wurden 1993 bezogen, und im August 1993, also vor zehn Jahren, hatte die Stadtverwaltung zu einem „Hausflur-Tag“ in die  Scheune des Gutshofes eingeladen. Bald danach musste die Scheune, für deren Erhalt sich 118 Zimmerhöfer per Unterschrift eingesetzt hatten, weichen. An dieser Stelle erheben sich heute Turnhalle und Schule. Vor der Erschließung des Gebiets „Hausflur“ bot sich den Bewohnern der noch nicht komplett bebauten  Sonnenstraße der Blick über einen Acker hin zur Kreisstraße in Richtung Hohenstadt. [Text und Foto: Hubert Waldenberger]

Daten

  965 unter Wormser Oberhoheit
  ab 1658 Hochstift Worms und Herren von Helmstatt
  ab 1805 erworben von Familie von Racknitz
  ab 1806 Großherzogtum Baden
  ab 1935 Eingemeindung nach Heinsheim (Kreis Mosbach)
  ab 1950 Eingemeindung nach Bad Rappenau (Kreis Sinsheim)
  ab 1971 Kreisreform (Landkreis Heilbronn)

Hintergrund

Auf dem Zimmerplatz werden die Fachwerkgebinde zugeschnitten und angelegt. Die Hölzer werden mit Abbundzeichen versehen, vom Zimmerplatz auf die Baustelle transportiert und dort zusammengesetzt. Früher teilten sich häufig mehrere Zimmermeister einen Zimmerplatz in einem Dorf oder einer Stadt. Bei großen Baustellen kann auch ein Zimmerplatz direkt an der Baustelle angelegt werden. Heute hat praktisch jede Zimmerei ihren eigenen Zimmerplatz.

Dereinst kannte in Zimmerhof jeder jeden. Bei Festen in der Sonnenstraße oder im Gutshof feierten damals alljährlich fast 70 Prozent der Zimmerhöfer familiär geprägte Feste. Das war bis Mitte der achtziger mit 300 Einwohnern gut möglich. Mitte der neunziger Jahre lebten 1.500 Menschen in Zimmerhof, heute sind es mehr als 1.900.

Zimmerhof war 1995 ohne soziale Infrastruktur. In dieser Zeit zog auch die Familie Trunzer in ihr neues Domizil im Wohngebiet Hausflur. Weil Dr. Peter Trunzer sich ein Leben mit vielen Kontakten in einer bunt gemischten Gemeinschaft vorstellte, gründete er am 12. Juni 1996 mit 21 Gleichgesinnten den Bürgerverein. Schon im November 1996 hatte der Verein 114 Mitglieder, heute sind 350.

Sport, Kultur, Wanderungen, Fahrradtouren, Faschingsveranstaltungen gibt es beim Bürgerverein ebenso wie Themen-Abende in unserem Vereinsraum in der Ehrenbergstraße. Sie sind herzlich eingeladen.

 

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